Kraft-Quelle Arbeit
Vorgehen bei der Organisationsberatung (am Beispiel Microsoft CH)
Negativ empfundenem Stress zu begegnen, meint eine möglichst große Übereinstimmung zwischen den Arbeits-
aufgaben und der Qualifikation der Beschäftigten herzustellen: Dann werden Aufgaben als Herausforderungen und nicht
als Über- oder Unterforderung empfunden. In diesem Zusammenhang ist auch die Qualifizierung und Einarbeitung von Mit-
arbeitenden zu sehen. Außerdem sollten Arbeitstätigkeiten so gestaltet werden, dass sie ganzheitlich und persönlichkeits-
fördernd sind, und nicht zu Beeinträchtigungen führen.
Präventologische Stressberatung im Betrieb, 2 Ansätze
- Verhältnisprävention (Arbeitsbedingungen)
- Verhaltensprävention (personenbezogene Massnahmen
Stressauslösende Faktoren
- Stressoren, die sich aus der Organisation ergeben*)
- Individuelle Stressoren
- Stressoren aus der sozialen Rolle
- Stressoren resultierend aus der Arbeitsaufgabe
Verminderung von Stress am Arbeitsplatz
- Anfoderungs-Kontroll-Modell nach Karasek/Theorell**)
- Rolle der Führungskräfte***
Stressbewältigung – Inhalt
- Stresstheorie (Selye, Lazarus u.a.)
- Stress-Symptome (Veg. Nervensystem)
- Dem Stress auf die Spur kommen (ABC-Modell)
- Entspannung, Ausgleich
- Emotionale Kompetenz (Selbstmanagement)
- Resilienz (Seelenkraft)
- Optimale Zeiteinteilung und soziale Netzwerke (Burnout-Prävention)
Focus
- Bei den Führungskräften auf Verhalten „Förderer und Forderer“ (Handlung)
- Bei den Mitarbeitern auf Ressourcen „ich kann“ (Handlungs-Spielraum)
______
*) Stressoren sind u. a. fehlende Führungsleitlinien, mangelnde Mitwirkungsmöglichkeit, Versagens-Ängste
Konkurrenz-Verhalten, zu wenig Unterstützung, zu niedrige Anforderung oder Überforderung
**) Karasek und Theorell, 1990, S. 32
***) Führungskräfte haben Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit, Motivation, das Befinden, die Gesundheit
und hierdurch bedingt auf die Fehlzeiten der Mitarbeiter. Sie geben durch ihr eigenes Verhalten
Verhaltens-Orientierung, nehmen Einfluss auf die Arbeitsbedingungen und beeinflussen durch
ihr Führungsverhalten die Arbeitszufriedenheit und das Befinden ihrer Mitarbeiter.