Brigitte-Rose Müller

  Kraft-Quelle Arbeit

  Vorgehen bei der Organisationsberatung (am Beispiel Microsoft CH)

        Negativ empfundenem Stress zu begegnen, meint eine möglichst große Übereinstimmung zwischen den Arbeits-
        aufgaben und der Qualifikation der Beschäftigten herzustellen: Dann werden
Aufgaben als Herausforderungen und nicht
        als Über- oder  Unterforderung empfunden. In diesem
Zusammenhang ist auch die Qualifizierung und Einarbeitung von Mit-
        arbeitenden  zu
sehen. Außerdem sollten Arbeitstätigkeiten so gestaltet werden, dass sie ganzheitlich und
 persönlichkeits-
        fördernd sind, und nicht zu Beeinträchtigungen führen.


        Präventologische Stressberatung im Betrieb, 2 Ansätze
         - Verhältnisprävention (Arbeitsbedingungen)
         - Verhaltensprävention (personenbezogene Massnahmen

        Stressauslösende Faktoren
        
 - Stressoren, die sich aus der Organisation ergeben*)
         - Individuelle Stressoren
         - Stressoren aus der sozialen Rolle
         - Stressoren resultierend aus der Arbeitsaufgabe

         Verminderung von Stress am Arbeitsplatz
 
        - Anfoderungs-Kontroll-Modell nach Karasek/Theorell**)
         - Rolle der Führungskräfte***

        
Stressbewältigung – Inhalt
         
- Stresstheorie (Selye, Lazarus u.a.) 
         - Stress-Symptome (Veg. Nervensystem) 
         - Dem Stress auf die Spur kommen (ABC-Modell) 
         - Entspannung, Ausgleich 
         - Emotionale Kompetenz (Selbstmanagement) 
         - Resilienz (Seelenkraft) 
         - Optimale Zeiteinteilung und soziale Netzwerke (Burnout-Prävention)
 

         Focus
         - Bei den Führungskräften auf Verhalten „Förderer und Forderer“ (Handlung)
         - Bei den Mitarbeitern auf Ressourcen „ich kann“ (Handlungs-Spielraum)
 



          ______

  *)    Stressoren sind u. a. fehlende Führungsleitlinien, mangelnde Mitwirkungsmöglichkeit, Versagens-Ängste
         Konkurrenz-Verhalten, zu wenig Unterstützung, zu niedrige Anforderung oder Überforderung
 **)    Karasek und Theorell, 1990, S. 32
***)    Führungskräfte haben Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit, Motivation, das Befinden, die Gesundheit
         und hierdurch bedingt auf die Fehlzeiten der Mitarbeiter.  Sie geben durch ihr eigenes Verhalten 
         Verhaltens-Orientierung, nehmen Einfluss auf die Arbeitsbedingungen und beeinflussen durch
         ihr Führungsverhalten die Arbeitszufriedenheit und das Befinden ihrer Mitarbeiter.